Werbebanner

Samstag, 17. Januar 2015

Aus Deutscher Sicht: Außer Spesen war in Flachau nichts zu holen.

Weltcup-Start Slalom Flachau.
Flachau. Die wichtigste Äußerung beim Nachtrennen von Flachau, gab es schon im Lift bei der ersten Bergfahrt am Morgen. „Bitte gebt uns Zeit!“ mahnte mich als Journalist einer der DSV-Trainer im Sessellift. Recht sollte er am Abend behalten, denn aus Deutscher Sicht ging eines der am besten bestbesuchten Slalomrennen der Damen im Weltcup zu Ende mit einer Pleite zu Ende. In Flachau, das auch die Heimat von Herminator, Hermann Maier, ist, siegte eine überragende Frida Hansdotter vor Tina Maze aus Slowenien und der Amerikanerin Mikaela Shiffrin.





Knapp 15.000 Zuschauer gaben dem Rennen, wie auch schon in den Vorjahren, einen Rahmen, der sonst nur selten bei Damenwettbewerben zu sehen ist. Ein komplett volles Stadion am Fuße des Grieskarecks im Salzburger Land verwandelte sich immer wieder in einen Hexenkessel mit Gänsehaut-Atmosphäre, wenn eine Österreicherin am Start war. Aber auch die Rot-Weiß-Roten Starterinnen konnten dem deutlich vorhandenen Erfolgsdruck nicht Stand halten: Lokalmatadorin Michi Kirchgasser aus dem nur wenige Kilometer entfernten Filzmoos konnte genauso wenig wie Katrin Zettl aus Niederösterreich überzeugen, lediglich Nicki Hosp auf dem 6. Platz im Endklassement rettete ein wenig die Ehre der Skination Nummer 1: Österreich.


15.000 waren beim Rennen in Flachau.
Zurück zum Deutschen Skiverband, der noch im letzten Winter wohl eines der erfolgreichsten Slalomteams der Welt bei den Damen hatte. Davon sind die Mädels von Cheftrainer Markus Anwander im Winter 2014/15 Lichtjahre entfernt. Nach dem Rücktritt von den beiden Riesch-Schwestern und Christina Geigers unverkennbar vorhandenen Schwäche im Vergleich zu  den Vorjahren, können die DSV-Damen zwar noch auf 10 Startplätze verweisen, aber das wird schon bald der Vergangenheit sein, wenn sich nicht eine Leistungsexplosion einstellt.


Christina Geiger vom DSV.
Ein altes Sprichwort sagt, außer Spesen nichts gewesen. So war es auch für die Damen am Dienstag in Flachau und zum Pech kam das Unglück.- Immerhin 3 Starterinnen erreichten das Finale der besten 30. Während Barbara Wirth ins Ziel fuhr, schied Christina Geiger wieder einmal in Durchgang 2 aus und konnte den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden. Die WM-Teilnahme in Beaver Creek ist in weite Ferne gerückt. Maren Wiesler als beste platzierte Fahrerin des DSV-Trios im ersten Durchgang  war eigentlich in Richtung Quali-Norm unterwegs, bis sich Schrauben an ihrer Bindung lösten.  Ihr Arbeitstag war so auch schon weit vor dem Ziel zu Ende.


Barbara Wirth vom DSV.
Am Ende stand damit nur ein 22. Platz auf der Habenseite von Barbara Wirth für die Deutschen. 
In der Tat ist es richtig, dass sich in der Saison Nummer 1 nach Riesch das DSV-Team der Damen im Umbruch befindet und Zeit braucht.  Aber mit Maren Wiesler und einigen anderen Starterinnen wird der Erfolg nocht allzu lange auf sich warten lassen.


Viele Bilder mehr sind vom Nachtrennen von Flachau im Online-Album von IchWillSchnee.net zu finden.

Es berichtete für IchWillSchnee.net Christian Flühr aus Flachau.
 .